Psychiatrie

Definition: Seelenheilkunde, Fachgebiet der Medizin, das sich mit Prävention, Diagnostik, nichtoperativer Therapie, Rehabilition und der lebensbegleitenden Versorgung von Patienten mit psychischen Störungen befasst (Pschyrembel, klinisches Wörterbuch 257. Auflage).

Kinder- und Jugendpsychiatrie: eigenes Fachgebiet der Medizin, das sich mit psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter befasst und in der Regel noch die Adoleszenz bis 16 oder meist 18 umfasst. Definition nach Heilmittelkatalog: Die ergotherapeutische Behandlung im psychiatrischen Bereich dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der psychosozialen und sozioemotionalen Funktionen und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.

Im psychiatrischen Bereich dient die Behandlung der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der psychosozialen und sozioemotionalen Funktionen und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.

Es gibt Einzel- und Gruppenbehandlungen, letzteres nur nach vorheriger Feststellung der therapeutischen Gruppenfähigkeit.

Behandelt werden Patienten mit Funktionsstörungen wie Entwicklungsstörungen des Verhaltens und emotionale Störungen, neurotische- und somatoforme Störungen, ADS / ADHS, Depressionen, Schizophrenie, schizotype, affektive und wahnhafte Störungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, dementielle und hirnorganische Psychosyndrome und Suchtproblematiken.

Therapeutische Zielsetzungen sind Verbesserung und Erhalt des situationsgerechten Verhaltens, der zwischenmenschlichen Interaktion und Kommunikation, der kognitiven Fertigkeiten, der Alltagsbewältigung, der Eigenstrukturierung, der Konfliktfähigkeit, der Angstbewältigung und der Frustrationstoleranz.

Wiedererlangung von Selbstvertrauen und der Selbsteinschätzung, des Realitätsbezuges und der Handlungskompetenz sowie von wichtigen entwicklungspsychologischen Fertigkeiten, wie Autonomie und Bindungsfähigkeit.

Stärkung der Eigenverantwortung und Entscheidungskompetenz, der Belastungsfähigkeit und Ausdauer.

Findung und Stärkung der eigenen Kreativität im Sinne des Problemlösungsverhaltens und Entwicklung von Anpassungsstrategien

Ergotherapeutische Ansätze sind in erster Linie kompetenz-, ergebnis- und prozessorientierte Methoden. Gerade im psychiatrischen Bereich sind sie seit jeher mit handwerklichen, gestalterischen und rollenspielerischen Angeboten gekoppelt.

Dabei stehen verschiedenste ergotherapeutische Herangehensweisen zur Verbesserung der Körper-, Selbst- und Fremdwahrnehmung, der sozialen Wahrnehmung, des kommunikativen und interaktiven Verhaltens, sowie zur Entwicklung von Selbstsicherheit und Bewältigungsstrategien zur Verfügung. Ergänzendes Training zu Selbsthilfefähigkeit , eigenaktiver Tagesstrukturierung, Sozialverhalten, Grundarbeits- und Belastungsfähigkeit tragen in Verbindung mit kognitiven Trainingsprogrammen zum Heilungsprozess bei.